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Förderverein Migraine Action

Wie kann ich meinen nächsten Arztbesuch besser und befriedigender gestalten?

Teilweise Auszüge aus: Kopfschmerzen: So bekommen Sie Ihren Krankheit in den Griff. Dr. med Astrid Gendolla ©2000 Falken Verlag.

Der Dialog zwischen dem Arzt und dem Patienten muss nicht unbedingt folgendermassen ablaufen:

Die Patienten klagen, dass der Arzt ihnen nicht (mehr) zuhört, keine Zeit hat oder ihnen erklärt, die Kopfschmerzen haben wohl eher einen psychischen Hintergrund.

Die Ärzte sehen sich auf der anderen Seite mit viel zu hohen Erwartungen der Patienten konfrontiert, die sofort geheilt werden wollen. Damit ein Besuch beim Arzt sich noch mehr lohnt, sollte der Patient sich vorher gut darauf vorbereiten. Oft wird nämlich in der Aufregung etwas vergessen zu fragen oder mitzuteilen und damit ist dem Arzt vielleicht ein wichtiger Hinweis für Ihr Therapiekonzept entgangen.

Tipps für die Patienten:

  • Notieren Sie, ob und wann und wo und wie lange Sie verschiedene Arten von Kopfweh haben
  • Führen Sie einen Kopfwehkalender und schildern Sie Ihre Lebenssituation
  • Informieren Sie Ihre medizinische Betreuungsperson über alle Medikamente, auch Mittel, die Sie nicht im Zusammenhang mit Kopfweh einnehmen, auch alle alternative Therapien, dabei auch Homöopathie
  • Lassen Sie sich über Wirkungen und Nebenwirkungen ihrer Therapie aufklären
  • Fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstehen. Falls Sie sich nicht verstanden fühlen, sprechen Sie Ihren Arzt darauf an
  • Geben Sie Ihrem Arzt nicht einfach den Kopf und damit auch die Krankheitsverantwortung ab, nach dem Motto: Herr Doktor tun Sie was!
  • Führen Sie die vereinbarten Therapiemassnahmen konsequent durch, ändern Sie diese nicht ohne Rücksprache selbständig ab. Wenn die Absprache mit dem Arzt über Behandlung oder Medikamenteneinnahme von Ihnen nicht eingehalten wurde, sprechen Sie darüber

Fragen, die Sie dem Arzt stellen sollten:

  • Woher kommt mein Kopfschmerz
  • Kann sich hinter meinen Kopfschmerzen auch eine gefährliche Ursache verbergen? Wenn ja, welche?
  • Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für mich
  • Was kann ich selber gegen Kopfschmerzen tun
  • Wie häufig pro Woche oder Monat darf ich Medikamente einnehmen
  • Werden die verschriebenen Medikamente von der Krankenkasse bezahlt oder muss ich selber dafür aufkommen
  • Wie wirken die Medikamente
  • Mit welchen Nebenwirkungen muss ich eventuell rechnen. Gibt es Langzeitschäden
  • Ist mit fortgeschrittenem Lebensalter eine Besserung oder Verschlechterung meiner Krankheit zu erwarten
  • Wie führt man am besten ein Kopfschmerztagebuch
  • Gibt es Dinge, die ich auf jeden Fall vermeiden sollte
  • Wo kann ich weitere Informationen über meine Krankheit einholen
  • Kann ich die Krankheit an meine Kinder oder Enkelkinder weitervererben

Was Sie sonst noch tun können:

  • Rechtzeitig die Suche nach dem guten Arzt beginnen
  • Eventuell eine Begleitperson mitnehmen
  • Sprechen Sie auch Konflikte an. Suchen Sie Verständigung mit dem Arzt. Wechseln Sie den Arzt erstwenn Sie hier erfolglos waren
  • Bei wichtigen Entscheidungen auch andere Ärzte konsultieren und offen darüber sprechen
  • Vorhandene Untersuchungsergebnisse mitbringen: Mehrfachuntersuchungen werden so vermieden
  • Termine einhalten oder rechtzeitig absagen
  • Achten Sie auf Hygiene vor körperlichen Untersuchungen