| Mythos 5: |
Migräne ist nicht lebensbedrohend, sie ist nur schmerzhaft und frustrierend. |
| realitÄt: |
Obwohl Migräne gewöhnlich gutartig ist, kann Migräne zu Schlaganfall, Koma,
Blindheit, oder Aneurysmen führen. Deswegen ist es wichtig, dass wiederkehrende oder
ungewöhnlich schwere Kopfschmerzen diagnostiziert und behandelt werden. Speziell
aufpassen sollen junge Frauen, die Migräne mit Aura haben, falls sie die Pille nehmen
und ebenfalls regelmässig rauchen.
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| Mythos 6: |
Nur Frauen haben Migräne
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| realitÄt: |
Gut, das wäre eine interessante Überraschung für die 6% der
erwachsenen Männern, die an Migräne leiden. Studien haben bewiesen: Migräne
ist nicht wählerisch, wenn es um das Geschlecht geht. Bei den Frauen spielen die
hormonellen Veränderungen eine zusätzliche Rolle. Das ist sicher einer der
Gründe, warum dreimal mehr Frauen als Männer unter Migräne leiden.
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| Mythos 7: |
Migräne- die psychische Reaktion hysterischer Frauen |
| realitÄt: |
Diesem Irrglauben liegen zwei Aspekte zugrunde:
Es erkranken mehr Frauen als Männer an Migräne und der Ausbruch der
einzelnen Migräne-Attacken wird auch durch psychische Faktoren mitausgelöst.
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| Mythos 8: |
Die Migräne-Persönlichkeit |
| realitÄt: |
Die Vorstellung von einer bestimmten "Migräne-Persönlichkeit",
wie etwa besonders ordentliche, pflichtbewusste und gründliche Menschen entstand lediglich durch deren grössere Neigung, wegen Migräne
einen Arzt aufzusuchen. Untersuchungen haben keinen Zusammenhang zwischen der
Primärpersönlichkeit und dem Vorhandensein oder der Häufigkeit von Migräne ergeben.
Dagegen gibt es deutliche Hinweise auf eine genetische Grundlage der Erkrankung.
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| Mythos 9: |
Der Schmerz kommt vom Nacken |
| realitÄt: |
Der Schmerz kann während einer Attacke sowie von Anfall zu Anfall die Seite wechseln. Da die Schmerzen häufig im Nacken beginnen, vermuten viele Patienten fälschlicherweise, dass die Schmerzen von der Halswirbelsäule ausgehen. |
Migräne bedingt einen immensen volkswirtschaftlichen Schaden, der für die Schweiz (ohne Behandlungs- und Medikamentenkosten) allein wegen Arbeitsausfall auf insgesamt
500 Millionen Franken jährlich geschätzt wird.
Obwohl die Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie sich sehr verbessert haben, wird
die Migräne noch immer unterbehandelt und unterdiagnostiziert.
Mehr als die Hälfte aller Migräniker befindet sich in der Schweiz trotz Beschwerden
nicht in ärztlicher Behandlung. Dem liegt eine fatalistische Einstellung zugrunde
("Meiner Mutter konnte auch nicht geholfen werden") oder die schlechte Erfahrung
mit älteren Medikamenten. Manchmal ist die Ursache auch das fehlende
Einfühlungsvermögen des Arztes ("Ist doch nur Kopfschmerz, damit müssen Sie leben ").
Dem gegenüber steht eine erhebliche Einbusse an Lebensqualität.
Leider gibt es noch viele andere Mythen zu Migräne, hier sind nur die am häufigst
genannten aufgeführt.
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