Migräne - Ein Mythos wird entlarvt
Migräne ist nicht ansteckend, wahrscheinlich erblich, weder Einbildung noch Hysterie oder Geisteskrankheit.
Wie kaum eine andere neurologische Erkrankung wird die Diagnose und Therapie der Migräne durch falsche Vorstellungen und
Vorurteile erschwert.
Es gibt viele gängige Vorurteile, packen wir sie an:
Mythos:
Migräne sind doch nur Kopfschmerzen
Realität::
Migräne ist eine neurobiologische Erkrankung, Kopfschmerzen sind nur ein Symptom davon.
Migräne ist einer der schmerzhaftesten und frustrierendsten Erkrankungen in der Medizin. Betroffene erfahren ihre Migräne
als gemein, übel, Seele-stehlend, Lebensqualität-vernichtend, teuer, erschöpfend und demütigend.
Mythos:
Migräne und andere wiederkehrende Kopfschmerzen werden von psychologischen Problemen
verursacht, wie zum Beispiel Verspannungen und Depressionen.
Realität::
Migräne ist eine neurologische Krankheit, keine psychologische Erkrankung.
Mythos:
Jeder Arzt erkennt Migräne und behandelt sie korrekt.
Realität::
Migräne ist eine der am meisten unterdiagnostizierten, unterbehandelten und missverstandenen
Krankheiten. Viele Ärzte nehmen Migräne noch nicht ernst. Führende Neurologen berichten, dass Migräne unterbehandelt,
missverstanden und unterdiagnostiziert ist. Der innigste Wunsch vieler Migräniker ist es, dass jeder Arzt nur mindestens einmal
Migräne hat, damit diese wahrheitsgemäss eingeschätzt wird. Es wird vermutet, dass 60% der Frauen und 70% der Männern,
die Migräne haben, nicht diagnostiziert werden.
Mythos:
Migräniker sind nur faul.
Realität::
Migräne ist gemäss der Weltgesundheitsorganisation eine der am meisten behinderndsten
Krankheiten. Ohne geeignete Therapie muss die Arbeit wegen der Schmerzen und den Begleiterscheinungen für Stunden, manchmal
für Tage unterbrochen werden