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Förderverein Migraine Action

Therapie: Kopfschmerzen in den Griff bekommen

Wussten Sie, dass ...

  • in der Schweiz 4,4% der Männer und 6,8% der Frauen pro Woche mindestens einmal ein Schmerzmittel ein nehmen.
  • jede 4. Nachfrage nach einem Medikament in der Apotheke ein Schmerzmittel betrifft und 85% dieses Schmerzmittelgebrauchs wegen Kopfschmerzen erfolgt.
  • rund 20% der aktiven Bevölkerung an Migräne leiden
  • die Zahl der diagnostizierten Migränepatienten nur die Spitze des Eisberges ist, da nicht einmal die Hälfte aller Migränepatienten den Arzt konsultieren.
  • etwa 8 von 10 chronischen Kopfschmerzpatienten sich mit Selbstmedikation behelfen.

Vor Beginn jeder Therapie sollte zuerst eine klare Diagnose stehen, sekundäre Kopfschmerzen (Alarmsignale) sollten erkannt und separat behandelt werden.

Mit dem Griff zur Schmerztablette ist es nicht immer getan. Schmerzstillende Mittel sollten nicht ständig ohne Aufsicht des Arztes eingenommen werden, da sie bei längerer Anwendung selbst tägliche Kopfschmerzen auslösen und an Niere, Leber und Magen bleibende Schäden verursachen können.

Je nach Dauer, Art und Intensität der Kopfschmerzen unterscheidet man zwischen einer vorbeugenden Therapie, als Kur über mehrere Monate und/oder einer akuten Therapie bei einem Anfall. Doch nicht immer muss es eine medikamentöse Therapie sein. Oft genügt es Auslöser zu vermeiden, regelmässig zu leben, zu essen und zu schlafen. Es ist auch wichtig, den eigenen Körper besser spüren zu lernen, sodass es ihm richtig wohl ist, indem man «Unterhaltsarbeiten am Körper» in den Tagesablauf fest einbaut: Entspannungsübungen unmittelbar nach dem Aufstehen morgens, leichtes Ausdauertraining ohne Leistungsdruck, täglich eine Stunde, jeden Tag ohne Ausnahme. (Tipps & Ratschläge) Damit lernt man, seine Prioritäten zu setzen und die Zumutungen von aussen in Grenzen zu halten.